Lions Quest

Das Erwachsenwerden ist eine schwierige Angelegenheit, nicht nur für die Kinder und Jugendlichen, die sich diesem Problem stellen müssen, sondern auch für die Lehrkräfte und Eltern, die die Heranwachsenden dabei begleiten und unterstützen dürfen. Lions Quest soll es diesen leichter machen, gemeinsam an die Herausforderung heranzugehen.

Lions Quest ist ein Jugendförderprogramm, das von dem Lions Club International mitentwickelt wurde. Der Lions Club ist eine Vereinigung von über 1,4 Millionen Mitglieder weltweit, diese  „(…)engagieren sich ehrenamtlich für Menschen, die Hilfe brauchen (…). Übergeordnetes Ziel ist dabei die Hilfe zur Selbsthilfe.“[1] Das Motto der Organisation ist „we serve“ („wir dienen“).

Das Programm von Lions Quest ist hauptsächlich für Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren entwickelt worden. In Bereichen wie die Bildung einer Klassengemeinschaft, die Stärkung des Selbstvertrauens, der Umgang mit den eigenen Gefühlen, Beziehungen zu Freunden, die Familie und Entscheidungen treffen, werden Verhaltensweisen aufgezeigt, trainiert und im alltäglichen Unterrichtsgeschehen und hoffentlich auch im Privatleben der Heranwachsenden umgesetzt.

Lehrerinnen und Lehrer der Realschule Horb werden fast alle für Lions Quest in einer mehrtägigen Veranstaltung ausgebildet. Diese Fortbildung versetzt sie teilweise selbst in die Lage der Schülerinnen und Schüler und steigert so die Fähigkeit sich in die Heranwachsenden hineinzuversetzen. Somit wissen die Unterrichtenden ungefähr, wie sich ein Jugendlicher fühlt, der eine Lions Quest – Stunde mitmacht. Durch andere praktische Übungen sind die Lehrerinnen und Lehrer außerdem nach der Fortbildung dazu fähig, die Methoden und Inhalte des Jugendförderprogramms richtig einzusetzen. Ein Handbuch, das man nur nach dieser Fortbildung erhält, hilft bei der Umsetzung im Schulalltag. Die Leitung dieser Fortbildungstage übernehmen hochqualifizierte und sehr kompetente Trainer.

Die Realschule Horb hat für dieses Programm, das die Heranwachsenden auf viele Lebenslagen vorbereitet, eine Schulstunde pro Woche reserviert. In der 5.-7. Klasse können die Lehrerinnen und Lehrer ihre Schülerinnen und Schüler individuell im persönlichen und sozialen Bereich fördern und Probleme behandeln, die man im normalen Unterrichtsgeschehen kaum aufarbeiten kann.